Hexe Wawu macht Lust aufs Lesen

"Schaut mal, da ist Hexe Wawu!" Das Echo lässt nicht lange auf sich warten: HEXE WAWU! Die Kinder der Kita Wirbelwind in Neubrandenburg sind sichtlich aus dem Häuschen, dass die rothaarige Zauberin mit dem großen grünen Hut höchst persönlich vorbeigekommen ist. Aber eine Einladung zum Vorlesen am bundesweiten Vorlesetag ist für die Figur aus den Kinderbüchern natürlich auch Ehrensache.  "Die Regeln für heute sind klar", erklärt Erzieherin Manuela Czarnikow. "Die Bilder an den Türen zeigen, welche Geschichten in den Räumen gelesen werden und ihr sucht euch aus, welche Geschichte ihr hören möchten. Ist eine Vorleserunde vorbei, könnt ihr den Raum wechseln." 
 
Das lassen sich die 90 Kinder an diesem Tag nicht lange sagen. Vor dem Zimmer mit dem Hexe Wawu Bildchen tummeln sich schon nach kurzer Zeit erste kleine Zuhörerinnen und Zuhörer im Alter von 3 bis 6 Jahren. Nachdem geklärt ist, dass Hexe Wawu keine böse, sondern eine liebe Hexe ist, geht es auch schon los: "Und wieder beginnt eine Nacht, in der die Traumhexe Wawu über die guten Träume des Mädchens wacht..."


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Gespannt lauschen die Kinder der Geschichte über den verschwundenen Traumbesen Maori und geben Tipps, wo sich Hexe Wawus Freund aufhalten könnte. Dass der Schatten seine Finger im Spiel hat, ist allen ganz schnell klar. Doch wohin hat er Maori entführt? Und ist am Ende vielleicht alles anders als gedacht? Die Kinder verfolgen alles ganz aufmerksam und spenden am Ende der Geschichte begeistert Applaus. Nicht nur die Lesung kommt gut an. Auch der Hauptfigur gehen die kleinen Hexen-Fans mit leuchtenden Augen auf den Grund. "Hexe Wawu kannst du wirklich zaubern?"; "Wo ist eigentlich dein Besen?", wollen die Kinder wissen und umringen Hexe Wawu, die alle Fragen geduldig beantwortet.


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Auch in den anderen Zimmern ist die Begeisterung für Bücher und das Lesen riesig. Insgesamt sieben Vorlesepaten machen diesen Vorlesetag in der Kita Wirbelwind zu etwas ganz Besonderem.  Bücher sind dem Team der Einrichtung eine echte Herzensangelegenheit. "Unser großes Ziel ist es, die Liebe zum Lesen lustvoll bei den Kindern zu entwickeln", erklärt Roswitha Karst. "Ganz wichtig ist dabei: Niemand muss!" Der Vorlesetag sei aber längst nicht die einzige Maßnahme in Sachen Bücherliebe. "Wir haben eine eigene Bibliothek, die von unseren Vorschülern verwaltet wird. Unsere Lese-Oma Gabi kommt regelmäßig zu Besuch und überall gibt es Leseecken und Bücher", sagt die stellvertretende Kita-Leiterin. Man könne nichts erzwingen, doch Lesen sei wichtiger denn je, insbesondere in einem sozialen Brennpunkt wie dem Reitbahnviertel in Neubrandenburg, in dem die Einrichtung zu finden ist. "Das Vorlesen keine Selbstverständlichkeit ist, erfahren wir von den Kindern. Wir merken es aber auch an den sprachlichen Entwicklungen", so Karst. Umso toller sei so ein Vorlesetag, der den Büchern und dem Lesen einen eigenen Feiertag widmet. Fortsetzung nicht ausgeschlossen.

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