So hilft man Kindern, Farben zu benennen

Die Welt ist bunt – aber was hat welche Farbe?


Die Welt ist bunt, doch ein Neugeborenes braucht ungefähr drei Monate, um das zu erkennen. Bei der Geburt ist der Sehsinn noch nicht vollständig entwickelt. Sehtechniken müssen erst trainiert werden. Am Anfang stehen bei Babys daher zunächst die Regenbogenfarben wie Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau oder Lila hoch im Kurs. Doch auch, wenn schon die Kleinsten eine Vorliebe für bestimmte Farben entwickeln, sollten Eltern in Bezug auf die Kleidung und Umgebung von Kindern möglichst das gesamte Farbspektrum abbilden und sich nicht auf eine Lieblingsfarbe konzentrieren. Denn auch wenn Kinder schon nach wenigen Monaten alle Farben sehen können, müssen sie noch lernen, sie zu benennen.

Auch dabei können Eltern mit einer möglichst farbigen Sprache und Umgebung helfen. So ist es sinnvoll im Umgang mit den Kindern Alltagsgegenstände auch farblich zu beschreiben. Das blaue T-Shirt, der gelbe Teller oder das rote Auto – je häufiger man die entsprechenden Farben erwähnt, desto leichter prägen sie sich ein. Natürlich lassen sich die Farben auch spielend trainieren, zum Beispiel beim Bauen mit bunten Bausteinen, beim Spazierengehen oder beim Vorlesen von Lieblingsbüchern mit bunten Bildern. Das neue Buch „Hexe Wawu und die gestohlenen Farben“ von Katja Bluhm und Stephanie Wunder bietet nicht nur eine spannende und personalisierbare Geschichte, sondern auch viele Gelegenheiten das Farbwissen der kleinen Hexen-Fans auf die Probe zu stellen.

Einige Kinder sind schon im Alter von 2 Jahren in der Lage alle Grundfarben zu bezeichnen, bei anderen dauert es etwas länger. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Kinder auch mit 4 oder 5 Jahren die Farben noch etwas durcheinander würfeln. Also, keine Panik. Sollte es doch Bedenken geben, ist der Kinderarzt der richtige Ansprechpartner.


 
Text: Anne Breitsprecher
Foto: © famveldman - fotolia.com

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