Bücher als Lebenselixier

Es klingt ein wenig wie Hokuspokus: Wer viel liest, lebt länger. Dass das Lesen die Konzentrationsfähigkeit und Fantasie fördert und auch den Wortschatz erweitert, ist bekannt. Für alle Bücherwürmer hat die Yale University nun noch eine gute Nachricht: Das Verschlingen von Geschichten steigert auch die Lebenserwartung signifikant, wie die Forscher in einer Langzeitstudie herausgefunden haben.

Im Jahr 2005 startete das Projekt. Dafür wurden 3635 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über 50 Jahren in drei Gruppen aufgeteilt: 1. Menschen, die keine Bücher lesen; 2. Menschen, die bis zu dreieinhalb Stunden pro Woche lesen; 3. Menschen, die mehr als dreieinhalb Wochen lesen. Zwölf Jahre später gingen die Forscher der simplen Frage nach: Wer von den Probanden lebt noch? Das Ergebnis war so eindeutig, dass selbst die Wissenschaftler einen Haken vermuteten.

Sie unterzogen das Ergebnis einer weiteren Untersuchung. Man bezog Faktoren wie Alter, Geschlecht, Bildung, finanzielle Situation sowie Gesundheits-, Beziehungs- und Arbeitsstatus mit ein, doch das Ergebnis blieb eindeutig: Wer viel liest, lebt länger. Im Schnitt sogar zwei Jahre.

Wer pro Woche circa dreieinhalb Stunden die Nase in Bücher steckt, steigert seine Lebenserwartung um 17 Prozent. Alle, die noch mehr lesen, kommen dabei sogar auf 23 Prozent. Dass Lesen entspannt, trägt sicher nicht unwesentlich dazu bei, wie das Magazin Geo im Zusammenhang mit der Studie herausfand.

Ein positives Verhältnis zum Lesen und zu Büchern ist also rundum gesund. Wer früher damit anfängt, hat länger was vom Leben. Magisch.

 

 

Foto: Fotolia.com - ArtFamiliy (#118826200)

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