Kinder sollen Kinder sein

Die Hexe Wawu Bücher sind Geschichten für Kinder und mit Kindern. In den personalisierbaren Abenteuern von Autorin Katja Bluhm und Illustratorin Stephanie Wunder kann jedes Kind zur Hauptfigur werden und mit Hexe Wawu auf ihrem Besen durch die Traumwelt fliegen. Im Interview erinnern sie sich unter anderem an ihre eigene Kindheit.

Wie seid ihr als Kind gewesen? Beschreibt euch kurz.

Katja Bluhm: Ich war neugierig und sportlich. Gab es einen Baum oder ein Klettergerüst, war ich ganz schnell oben. Klettern hat mir großen Spaß gemacht.

Stephanie Wunder: Ich glaube, ich war ein bisschen anstrengend (Anm. d. Red.: Sie lacht). Ich hatte immer viele Fragen und wollte ganz viel wissen. Für meine Eltern war das sicher nicht immer leicht.

In welchem Hexe Wawu Buch hättet ihr euch als Kind am ehesten wiedergefunden?

Stephanie: Das wäre vermutlich „Hexe Wawu und das geheimnisvolle Zeichen“ gewesen - über den Drachen Basilikus und die Suche nach der wahren Freundschaft. Ich hatte als Kind auch Schwierigkeiten, Freunde zu finden. Weil ich pummelig und ein bisschen anders war, hat man mich zum Außenseiter gemacht.

Katja: Freunde hatte ich ganz viele. Ich war oft draußen zum Spielen und wenn ich doch in meinem Zimmer war, habe ich viel gemalt. Farben mochte ich schon immer, deshalb hätte ich mich als Kind sicher über „Hexe Wawu und die gestohlenen Farben“ gefreut.

Was für eine Botschaft möchtet ihr Kindern mit euren Büchern vermitteln?

Katja: Bleibt wie ihr seid, bleibt neugierig, bewahrt euch eure Fantasie und bleibt vor allem Kinder. Schon auf den Kleinsten lastet der Druck, funktionieren zu müssen und angepasst zu sein. Aber Kinder sollten keine kleinen Erwachsenen sein.

Stephanie: Das sollten Erwachse auch nicht, wie ich finde. Auch ihnen würde eine kindliche Sichtweise manchmal sicher nicht schaden.

Welche Hexe Wawu Figur ist euch besonders ans Herz gewachsen und warum?

Stephanie: Drache Basilikus! Mit dem kann ich mich gut identifizieren.

Katja: Ja, Basilikus ist es auch für mich. Er hat einen sehr lieben Charakter und sein Lispeln ist wahnsinnig niedlich. Man muss ihn einfach gernhaben.

Wie entstehen die Hexe Wawu Geschichten? Wie sieht ein typischer Schreib- oder Zeichentag für euch aus?

Katja: Die besten Ideen habe ich abends, wenn ich zur Ruhe komme und natürlich zusammen mit meinem Sohn. Er liefert die besten Vorlagen. Deshalb habe ich in meinem Nachtschrank auf immer ein Notizbuch. Zum Schreiben mache ich es mir gerne auch ein bisschen gemütlich.

Stephanie: Ich zeichne gerne auch mal im Schlafanzug. Abends werde ich erst richtig produktiv.

In euren Büchern passieren viele magische Dinge. In welchen Momenten würdet ihr gern zaubern können?

Katja: Wenn mir mal alles zu viel wird, würde ich mich einfach gern auf eine einsame Insel hexen und manchmal würde ich Menschen gerne ein Lächeln ins Gesicht zaubern.  

Stephanie: Oh, ja! Generell könnte der Alltag ein bisschen mehr Zauberei vertragen. Die Menschen sind oft zu ernst.

Was erleben Hexe Wawu und ihre Freunde als nächstes?

Katja: Wir wollen nicht zu viel verraten, aber ja, es wird ein neues Hexe Wawu Abenteuer und auch einen neuen Charakter geben. Nur so viel, die Figur ist blau und wird Seite für Seite immer größer.

Stephanie: Ach, Katja schreibt immer so schön bildlich. Ich habe schon die ersten Ideen im Kopf.

 

Über die Autorinnen:

Katja Bluhm hat einen Sohn, einen Bastelkasten mit vielen verschiedenen Farben und ihr fallen ständig neue Ideen für Geschichten ein. Die schreibt sie nicht nur auf, wie für die Kinderbuchreihe rund um Hexe Wawu. Oft wird improvisiert. Dann verwandelt sich das Bügelbrett in eine Bühne und ihr Sohn und sie werden zu Puppenspielern. Was die Konzepterin und Designerin aus Neubrandenburg mit Hexe Wawu gemeinsam hat? Beide haben ein Herz für Hefeklöße und zögern nicht lange, wenn sie gebraucht werden.

 

Stephanie Wunder hat einen Hund, der den Namen eines Zauberers trägt, und viele, viele Stifte im Schrank, die sie aber nur selten benutzt. Für die Arbeit an den Hexe Wawu Büchern zeichnet und malt sie fast ausschließlich am Computer. Am liebsten gestaltet sie die vielen Charaktere aus den Geschichten. Wie Hexe Wawu hat die Mediengestalterin und Illustratorin rote Haare und kann zaubern. An ihrem Bildschirm lässt sie ganz ohne magische Sprüche Traumwelten entstehen.

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